Lower Zambezi Nationalpark



Im Grenzgebiet zu Simbabwe befindet der Lower Zambezi Nationalpark. Für Vogelfreunde ist dies ein wahres Paradies, denn über 350 verschiedene Vogelarten sind hier zu Hause. Aber auch die Vielfalt an Großwild lassen eine Tour durch den Lower Zambezi Nationalpark zu einem Highlight werden.

Geschichte

In den 1990er Jahren wurde der Lower Zambezi Nationalpark überhaupt erst für Touristen erschlossen. Davor war das Gebiet freie Zone und ideal für Wilderer. Dadurch kam es zu einer enormen Dezimierung des Tierbestands.

Geographie & Klima

Gegenüber des Mana Pools Nationalparks am Ufer des Sambesi zwischen der Kariba-Talsperre und der Mündung des Luangwa gelegen, liegt das 4.092 km² umfassende Gebiet. Nicht weit entfernt befindet sich der Cabora-Bassa-See. Durch seine Lage zwischen dem Fluss und dem Hochland mit den bis zu 1.500 Metern hohen Sambesi-Escarpments kommt es im Tal mit einer Höhe von unter 400 m.ü.M. in den Sommermonaten zu extremen Temperaturen bis über 40 °C.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man den Park während der Trockenzeit, also von Juni bis November. Das während der Regenzeit übertretende Wasser des Sambesi machen eine Tour schier unmöglich. Während der Monate September bis Dezember sind Temperaturen bis über 40 °C tagsüber keine Seltenheit, auch nachts kühlt es kaum ab.



– Anzeige –




Flora & Fauna

Der Fluss bestimmt das landschaftliche und tierische Leben. Das Ufergebiet ist äußerst gebirgig mit vielen Steilklippen, die tief nach unten ragen. Sandbänke sind mit Gräsern überzogen und auch Akazien wachsen hier in Fülle. Weiter weg vom Wasser findet man vorwiegend wüstenartigen Boden, auf dem hauptsächlich Dornbüsche, Leberwurstbäume, Ebenholz, Affenbrotbäumn, Afrikanische Regenbäume, Tamarinden, wilden Feigen und Mahagoni wachsen. Auch Ilalapalmen, Mopane sowie Baobabs können hier Wurzeln schlagen. Währende der Trockenzeit entstehen durch den Rücklauf des Wassers einzigartige Lagunen mit Wasserpflanzen und Blumen.

Der Tierbestand ist groß. Vor allem für Tierexpedition ist der Park hervorragend geeignet; Elefanten, Büffel, Paviane, Warzenschweine, Wasserböcke, Zebras, Geparden und Leoparden ebenso wie Flusspferde, Wasservögel und Krokodile kann man selbst während der Trockenzeit gut an den immerzu wasserführenden Tümpeln sehen.


Bild vergrößern

Touren & UKUs/Camps

Der Zugang zum Park ist am einfachsten von Chirundu aus zu erreichen. Wer mit dem eigenen Wagen auf einem der vielen gut ausgebauten Wege über das Gelände fahren will, sollte unbedingt auf Allradantrieb und einem hohen Abstand des Wagens zum Boden achten. Das Gelände in Ufernähe ist sehr bergig, somit kann hier nicht mit jedem PKW gefahren werden.

Natur pur erlebt man bei einer gemütlichen Kanutour. Vom Wasser aus hat man einen hervorragenden Blick auf das Wild das an die Ufer des Flusses auf Nahrungssuche kommt. Bei den angebotenen Touren reichen die Angebote von einfachen Tagesausflügen hin bis zu mehrtägigen Fahrten (Chirundu – Kariba, Luangwa-Feira – Kanyemba).

Wer im Park auf eigene Faust übernachten will, sollte sich vorher unbedingt informieren; in den Jahren 2006 bis 2009 war das Campen nicht erlaubt. Danach wurden die Bestimmungen immer wieder geändert. Auch hinsichtlich der Verpflegung ist man ganz auf sich gestellt.




Anzeige: