Liuwa Plain Nationalpark



Der Liuwa Plain Nationalpark bietet auch Expeditionserfahrenen Reisenden ein außergewöhnliches, anspruchsvolles Erlebnis: menschenleere Gegenden, extreme Temperaturen und unwegsames Gelände machen den Nationalpark zu etwas ganz besonderem.



Geschichte

Der Liuwa Plain Nationalpark wird seit 2003 von der privaten Organisation African Parks betrieben, die versuchen den Wildbestand zu schützen und das Gelände infrastrukturell zu erschließen.

Geographie & Klima

Das Gelände des 3.660 km² großen Nationalparks ist eine geologische Besonderheit. In den Liuwa-Auen zwischen den Sambesi-Nebenflüssen Luambimba und Luanginga gelegen, herrscht hier sandiges Buschland vor. In der Trockenzeit macht der Park seinem Namen alle Ehre und man sieht bis zum Horizont sich erstreckende gelbe Steppe. Doch sobald die Regenzeit im Januar beginnt, füllt sich die gesamte Ebene zu einer einzigen Wasserfläche und bildet so einen See von ungeheuren Ausmaßen. Auch die Temperaturen sind extrem: Tags ist es sehr heiß, in der Nacht kühlt es stark ab.

Beste Reisezeit

Am besten plant man seine Reise in der Zeit von Mitte Oktober bis November, denn dann sind die Hochwasser des Sambesi meist wieder vorbei. Allgemein kommt es oft vor, dass der Park erst ab August nach der Regenzeit wieder zugänglich ist.

Flora & Fauna

Für Safarifreunde ist dieser Nationalpark ein wahrer Genuss – in der Regenzeit wandern tausende Gnus und Zebras über eine Strecke von 200 Kilometern aus Angola in den Park. Dann stehen die Auen in voller Blüte, was auch viele Antilopenarten anlockt. In den Bauminseln kann man Geier, Meerkatzen und Sekretärsvögel beobachten, hinter den Gnus und Zebras sind oft Löwen, Hyänen und Hyänenhunde auf der Jagd und an den Lagunen findet man Marabus und Kiebitze.

Touren & UKUs/Camps

Wer hier selbstständig unterwegs sein will, sollte äußerst erfahren sein. Am besten ist man im Konvoi mit anderen aufgehoben, Allradantrieb ist ein Muss. Allein die Anreise von Sesheke nach Kalabo ist ein Abenteuer. Alles, was man zum (Über-)Leben braucht, muss mitgenommen werden – nicht mal Tankstellen gibt es auf dem Weg.

Übernachten kann man auf einem der vier öffentlichen Campingplätze: Kwale im Süden, Katoyana im Norden, Lyangu in der Mitte und Sikale ganz im Norden des Parks, in der Zeit von Juli bis Dezember. Versorgungsmöglichkeiten gibt es aber auch hier wiederum nicht. Es ist nicht erlaubt, sich nachts oder abseits der Pisten durch den Park zu bewegen. Überhaupt ist der Zugang zum Park streng reglementiert; eingelassen wird nur, wer vorher reserviert hat.

Auch wird empfohlen, sich von einem der Guides (bewaffnete Begleitung) begleiten zu lassen, um die Orientierung nicht zu verlieren. Wer sich weiter auf den Weg gen Nordosten zum West-Lunga-Nationalpark macht, sollte einen Abstecher nach Zambesi wagen. Dort befindet sich die 200 m lange Chinyingi-Brücke. Sie ist die einzige Überquerung des Sambesi zwischen Sesheke und Angola.




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