Karibasee



Der Karibasee ist einer der größten Seen Afrikas mit einer Fläche zehnmal so groß wie der Bodensee und liegt im Süden Sambias, nahe den Victoriafällen.

Geschichte

Der Karibasee ist kein natürliches Gewässer, sondern entstand aus der Stauung des Sambesi in der Karibaschlucht. Bereits 1912 wurden Überlegungen angestellt, den Sambesi zu stauen, um die Landschaft trotz der starken Jahreszeitlichen Schwankungen bewässern zu können. Ab 1955 wurde das Projekt Karibadamm in Angriff genommen. Fünf Jahre dauerte die Fertigstellung ab Baubeginn im November 1956 und kostete neben 125 Millionen US$ auch 86 Menschenleben.

Geographie & Klima

Mit einer unglaublichen Größe von 42 km Breite und 290 km Länge ist es verständlich, dass der Karibasee oft auch als Inländischer Ozean bezeichnet wird. Genau an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia, im Zambezi Valley gelegen, ist der künstliche See von Bergen umgeben. An den Ufern wachsen Bäume, die aber die extrem hohen Temperaturen in den Sommermonaten und die hohe Luftfeuchtigkeit auch nicht mildern können.

Beste Reisezeit

In den Monaten Juni bis August sind die Temperaturen moderat. Für Angler mag der Oktober am attraktivsten erscheinen, doch dann ist es erstickend heiß und die Luftfeuchtigkeit extrem hoch.




Flora & Fauna

Rund um den Karibasee wird man wohl eher wenige Tiere sehen. Mit der Stauung wurden die hier ansässigen Tiere in der Operation Noah umgesiedelt. Allerdings sollte man auf dem See bei einer der vielen angebotenen Bootsfahrten nicht unachtsam sein. Die reichen Fischgründe ziehen Nil-Krokodile an. Am sambischen Südufer des Sees lassen sich jedoch wieder alle Arten von Wildtieren erblicken.

Touren & UKUs/Camps

Rund um den Karibasee kann man ganz entspannt Urlaub machen; Safaritouren sind möglich, ebenso wie Sonnenbäder am Ufer und Ornitologen können auf eigene Faust oder mit Scout auf Vogelbeobachtungstour gehen.

Wer will, mietet sich ein eigenes Hausboot und sieht sich die spektakulären Sonnuntergänge von Deck aus an. Sportfischen ist ebenso möglich wie alle anderen Arten von Wassersport. Übernachten kann man in einer der vielzähligen Lodges und Hotels.

Ganz in der Nähe auf dem Weg nach Lusaka befindet sich der der Chirundu Fossil Forest. Aus der Karoo-Periode stammend stehen hier auf 43 km² bis zu 50.000 Jahre alte Bäume, sogar Werkzeuge aus der Steinzeit wurden hier gefunden.




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