Kafue Nationalpark



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Geschichte

Der größte Nationalpark des Landes ist Sambias erster offizieller und wurde 1950 von Norman Carr, dem legendären „White Hunter“, gegründet. Auf Grund der Armut im Land kam es hier buchstäblich zum Raubbau der Teakhölzer. Seit den 1990er Jahren hat sich der Bestand stark dezimiert.

Geographie & Klima

Mit einer Größe von 22.500 km² ist der Kafue Nationalpark einer der größten der Welt. 200 km westlich von Kafue gelegen, umfasst der Park eine Fläche von 190 km in der Länge und 85 km in der Breite mit ca. 1.220 m ü.d.M. Angrenzend befinden sich der Itezhi Tezhi See und die Kafue-Talsperre. Durch seine Ausmaße herrschen von Nord nach Süd ganz unterschiedliche klimatische und geographische Bedingungen vor. Nördlich findet man viel Lufupa-Wald und zahlreiche Auen (unter anderem die Busanga-Auen). Gen Süden wird das Land immer trockener und geht von Buschland in wüstenartige Gebiete über.



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Beste Reisezeit

Am besten besucht man den Park in den Monaten zwischen Mai und November. Im Frühjahr wenn alles sprießt und grünt, ist die Landschaft ein wahrer Augenschmaus. Aber Achtung! Vor allem in den niedergebrannten Buschgebieten ist zu jeder Jahreszeit die Tsetsefliege sehr aktiv.

Flora & Fauna

Botanisch ist der Nationalpark vielfältig wie kein anderer. So findet man im Norden viel Teak-Holz; in südlicher Richtung wandelt sich die Landschaft in Buschland und sandigen Flächen. Die Vegetation lässt genug Weideland für Antilopen, aber auch eine der letzten Wildhund-Populationen des Kontinents fühlen sich hier wohl.

Leoparden, Hyänen, Löwen, Warzenschweine, Impalas, Steppenzebras, Wasserböcke und Streifengnus kommen hier ebenso vor wie Büffel, Rappen- und Pferdeantilopen. Wer Flusspferde, Warane und Krokodile sehen will, muss sich nur zu einem der vielen Flussläufe begeben. Unzählig bleiben die an die 500 Arten an Vögeln und Insekten.

Problematisch ist die anhaltende Wilderei, die dafür gesorgt hat, dass es kaum noch Nashörner zu sehen gibt. Ebenso stark ist der Rückgang der Elefantenpopulation.

Touren & UKUs/Camps

Binnen zwei Stunden ist der Nationalpark von Lusaka und Livingstone aus erreichbar. Von Lusaka aus kommend, passiert man das Nalusanga Gate, im Süden liegt das Dumdumwense Gate und im Westen von Kaoma aus kommt man zum Tatayoyo Gate. Camps und Lodges sind über den ganzen Park verteilt.

Natürlich kann man den Park auf eigene Faust per PKW und Allradfahrzeug erkunden, aber auch geführte Safaris zu Fuß sind möglich. Wunderschön sind die Bootstrips auf dem Kafue, einige Lodges bieten auch Kanutrips an. Für Touren eignet sich vor allem die Nazhila-Ebene, die bereits in der Kalahari liegt.




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