Bangweulusümpfe



Der Ort, Wo das Wasser den Himmel trifft bietet seinen Besuchern eine nahezu unberührte, lebensfeindlich anmutende Natur.

Geographie & Klima

Im Norden Sambias auf einem Plateau liegend, sind die Bangweulusümpfe. Mit 15.000 km² erreicht das Gebiet ein gigantisches Ausmaß. Im Norden der Sümpfe schließt der Bangweulusee an; dieser erreicht während der Trockenzeit eine Größe von 5.000 km² und während der Regenzeit sogar 11.600 km². Das gesamt Gebiet ist stark von den Jahreszeiten abhängig; in der Regenzeit fällt hier so viel Niederschlag wie sonst nirgends in Sambia (1.200 Milimeter).

Beste Reisezeit

Während der Regenzeit November bis März ist das gesamte Sumpfgebiet nur mit dem Boot zugänglich. Auch direkt im Anschluss sollte man sich auf äußerst schwierige Verhältnisse wie tiefe Wasserlöcher, Schlamm und hohes Gras einstellen. Am besten ist eine Reise während der Trockenzeit von Mai bis Dezember, dann sind die wenigen Fahrtwege nutzbar.



Flora & Fauna

Die Auenlandschaft ist durchzogen von natürlichen und künstlich angelegten Kanälen. Dazwischen entdeckt man immer wieder Inseln, die das ganze Jahr über dem Wasserspiegel liegen. Hierher ziehen ab März jeden Jahres die Bangweulu-Bisa, um hier in Strohhütten zu leben. Während der Regenzeit ist hier alles grün und satt, später wird es eher morastig mit hohem Gras. Kurz vor der Trockenzeit im Juni wird dieses abgebrannt um die Sicht für Safaris zu erleichtern.

Neben Kronenkranichen, Marabus, Sattelstörchen und Heiligen Ibissen kommt hier auch der seltene Schuhschnabelstorch vor. In den Wasserläufen sieht man Krokodile und Flusspferde; weiter in die Sumpflandschaft hinein eher Hyänen, Büffel, Sitatungas und Streifenschakale.

Touren & UKUs/Camps

Reisen durch das Sumpfgebiet sind prinzipiell mit dem Wagen möglich, allerdings nur während der Trockenzeit. Während der Regenzeit und der Übergangsperiode nutzen die Einheimischen die altbewerten Einbäume (Bananaboats).

Ein einzigartiges Erlebnis ist wohl für jeden in der Sonne Sambias brütenden Touristen ein Sprung in den Lake Waka Waka – hier zu baden ist ganz ungefährlich, keine Krokodile oder Bilharziose vermiesen das erfrischende Erlebnis.

Übernachten kann man im Nsobe Camp, einem Projekt der ansässigen Bisa-Gemeinde, das am Rand des Sumpfgebietes liegt. Am besten erreichbar ist es bei der Anfahrt vom Livingstone Memorial aus. Mit etwas Glück entdecken Besucher des Bangweulusees vielleicht das sich darin befindliche „Ungeheuer“, ein Elfenbein-Einhorn.




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