Essen und Trinken



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Essen

Die Bevölkerung Sambias ernährt sich hauptsächlich von Nchima, einer Art Polenta, die aus weißem Mais oder aus Hirse zubereitet wird. Von diesem Brei wird mit der rechten (!) Hand ein Bällchen geformt, ein wenig platt gedrückt und dann mit der jeweiligen Beilage aufgenommen und verzehrt. Die Beilagen sind regional und individuell unterschiedlich – meist verschiedenes Gemüse mit Hühnchen, Fisch oder anderem Fleisch.
Einheimische Spezialitäten sind Gerichte mit Brassen, Nilbarsch, Lachs und anderen Süßwasserfischen. Ist man Gast bei einer sambischen Familie, vor allem in ländlichen Gebieten, so ist es üblich, dass zu Ehren des Besuchs ein Tier, meist eine Ziege, geschlachtet wird. Es könnte passieren, dass dem Besucher im Rahmen der Feierlichkeit das Herz des Tieres angeboten wird, was als große Delikatesse und somit als Ehre verstanden werden sollte.
Wie in Südafrika oder Namibia gibt es auch in Sambia Biltong in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Dies ist eine getrocknete Fleischspezialität (meist aus Rind oder verschiedenen anderen Wildsorten), die eher als ein Snack für Zwischendurch dient, da das Sättigungsgefühl dabei sehr gering ist.
An Fleischsorten gibt es weiterhin Krokodilfleisch, Zebrasteak, Impala Stew oder auch Büffelbraten. Die Zubereitung dieser Wildgerichte wird vor allem in den Hotels für die Touristen unternommen und ist weniger eine traditionelle Anfertigung.
Ein interessante Beobachtung sind Großstadtbewohner etwa in Lusaka, die riesige Mengen an weißen, europäischen Brötchen verkaufen. In einem solchen Fall ist davon auszugehen, dass ein Ernteüberschuss aus dem Westen zu großen Mengen an Spenden von weißem Mehl geführt hat, was nicht selten sehr negative Folgen für den Getreideanbau im eigenen Land nach sich zieht.







Trinken

Eines der beliebtesten und traditionellsten Getränke in Sambia ist Maheu, eine Art erfrischender Jogurt, der aus Maismehl gemacht wird. Der industriell fabrizierte Maheu ist süß, kommt in verschiedenen Aromen und Plastikflaschen, während die zu Hause hergestellten Drinks meist nicht aromatisiert und nur wenig gesüßt werden. Außerdem sind verschiedene Fruchtsäfte wie z.B. Säfte aus Mango, Papaya, Ananas und Banane erhältlich.
Sambia braut auch ein eigenes Bier, das Mosi, ein 4%iges Lager, das man einfach überall kaufen kann. Weitere sambische Biere sind Eagle, Zambezi Lager und Rhino Lager. Das südafrikanische Castle wird auch in Sambia hergestellt und kostet ungefähr 90 Cent bzw. bis zu 1,80 Euro in einer Bar. In Grenzregionen wird man auf ein gutes Carlsberg aus Malawi, ein sehr gutes Simba aus der DR Kongo, auf das Lager-Bier Kilimanjaro aus Tansania oder aber auf das starke Tusker aus Kenia treffen. Andere Import-Biere führen die größeren Supermärkte.
In ländlichen Gebieten bekommt man die Gelegenheiten, das lokal gebraute Bier zu probieren. Dabei kann es sich – vor allem im Süden des Landes – um Biersorten aus Honig handeln oder – insbesondere im Osten – um Wein, der aus Teeblättern gewonnen wurde.
Zu den beliebtesten alkoholischen Getränken der Einheimischen gehören auch Masese oder Ucwala, auch nach der größten Marke als Chibuku bekannt. Es handelt sich dabei um ein Gebräu aus Mais, Hirse und Maniok, das in seiner Konsistenz und seinem Geschmack an sauren Haferbrei erinnert. Für einen ersten Versuch eignen sich die fabrikhergestellten Marken am besten. Sie werden in Kartons angeboten.
Schließlich wäre noch Kachasu zu erwähnen, eine Spirituose, von der man lieber die Hände lassen sollte, denn die Sambier destillieren dafür alles, was ihnen vor die Augen kommt – von Batteriesäure bis Dünger.
Leitungswasser sollte man in Sambia generell nicht trinken, es sei denn, es wurde abgekocht. Wasser aus Flaschen bekommt man in allen größeren Städten, aber nicht notwendigerweise in ländlichen Gegenden.









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