Naturraum Sambias



Die Gesamtgröße Sambias ist mit einer Fläche von 752.614 km² mehr als doppelt so groß wie die Deutschlands. Die Ost-West Ausdehnung beträgt 1350 km – die Nord-Süd Ausdehnung 1100 km. Im Landeszentrum wird Sambia stark durch den Katangazipfel eingeengt.

Ein Großteil des Landes erstreckt sich auf dem flach bewaldeten Zentralafrikanischen Hochplateau und ist Teil der zentralen und östlichen Lundaschwelle, die weite Teile Zentralafrikas durchzieht. Im Grenzgebiet zu Malawi werden Höhen von bis zu 2000 m erreicht. Im Süden sowie Südwesten liegt die durchschnittliche Höhe bei ca. 900 m. Die höchste Erhebung des Landes befindet sich in Nyika-Hochgebirge.

Der Plateaucharakter wird durch die Talregionen der Flüsse Sambesi und Luangwa unterbrochen. Der Sambesi legt von seiner Quelle im Nordwesten bis zur Mündung in den Indischen Ozean eine Strecke von 2700 km zurück – davon knapp 1600 km in Sambia. Bedeutende Zuflüsse des Sambesi sind der Kafue und der Luangwa.


Eine der Hauptattraktionen Sambias sind die 1855 von David Livingstone und seinem Begleiter Oswell entdeckten Victoriafälle an der Grenze zu Simbabwe. Auf einer Breite von 1,5 km stürzen die Wassermassen des Sambesi über 100 Meter senkrecht in die Tiefe und münden in einer schmalen Schlucht an deren Ausgang das Wasser einen kilometerlangen Canon (Sambesifurche) gebildet hat. An dessen Ende befindet sich der Karibasee.

Sambia besitzt mit 45% die größten Wasservorkommen (Sümpfe, Seen, Flüsse, Stauseen) im südlichen Afrika. Im Luapulabecken (Nordosten), am oberen Sambesi (Norden) sowie im zentral gelegenen Kabwe befinden sich große Sumpfgebiete.



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Beeindruckend stürzt das Wasser des Sambesi in die endlos wirkende Tiefe. Der Wasserfall zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und ist Touristenmagnet beider Länder.